Kopf ausmisten …

Ich schreibe diesen Beitrag einfach so, um mal wieder meinen Kopf auszumisten 😉 bisweilen schwirrt allerhand Zeugs darin herum. Oder vielleicht, weil mir langweilig ist … Während ich mit den Füßen wippend am PC sitze und eigentlich nur darauf warte, BROKEN RULES aus der Korrektur zurückzubekommen, versuche ich mich abzulenken und beginne ein bisschen zu recherchieren für mein neues Projekt. Und nein! Ich verrate euch noch nichts Genaues darüber. Weil ich heute einen Facebookpost gelesen habe: Figur oder Geschichte? Was erschafft ihr zuerst?
Darauf gibt es für mich nur eine Antwort: Ein Prota taucht plötzlich vor meinem inneren Auge auf, kriecht in meinen Kopf und fängt an mir seine Geschichte zu erzählen. Zumindest häppchenweise. Meistens knallen die aufdringlichen Dinger mir erschreckende Szenen, romatische Dates, dramatische Verwicklungen vor den Latz und ich soll dann gefälligst die Story darum herum weben. Puh … wirklich nicht immer einfach. Und was macht die liebe Autorin dann? Na klar, hinsetzen, losschreiben. Googeln, Personendatenbank anlegen und selbige füttern mit Aussehen, Charaktereigenschaften, Beruf, Augenfarbe, Größe, Besonderheiten. Wieder googeln. Zu Recherchezwecken irgendwelche Bücher bestellen und dann keine Zeit finden, sie zu lesen. Schreiben, fluchen, googeln. Sich auf Facebook rumtreiben und Kaffee trinken. Schreiben. Die aufdringliche Person näher kennenlernen – mit ihr streiten weil sie bockig wird, beleidigt ist und mit einem Mal beschließt, nicht mehr mit mir zu kommunizieren. Dann, ja dann würde ich sie am liebsten packen und eine Runde durchschütteln! Das gemeine an Protas ist, dass sie sich manchmal den ganzen Tag nicht melden, aber wehe ich gehe schlafen. Dann geht die Post ab. Wörter, Sätze, die ganze Seiten füllen würden sprudeln dann durch meinen Kopf. Wenn es dann gar zu dolle wird und Mr. Hunt dezent neben mir schnarcht, schleiche ich mich hinunter und haue aber sowas von auf die Tasten, um irgendwann endlich schlafen zu können.
Wisst ihr was, ich gestern gemacht habe? Stundenlang nach Bildern für einen Buchtrailer gesucht, mich mit Windows Movie Maker herumgeschlagen, Texte, Fotos und Musik hin-und hergeschoben. Ja, ich weiß, das Programm ist vielleicht nicht 1. Wahl und es geht immer noch besser, aber ich bin schon froh, dass ich einigermaßen damit klarkomme. Als Selfpublisher muss man ja auch – wie der Name schon sagt – alles selbst machen. Und weil das so ist, wende ich mich jetzt wieder meinem neuen Prota zu, stutze ihn zurecht und mache ihm gleich mal klar, wer hier die Hosen an hat. Ob`s hilft? Keine Ahnung!

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Was für eine Art Schreiberin bist du?

Perfektionistin oder Chaos-Queen?

Eindeutig Chaos-Queen 😉
Mein liebster Arbeitsplatz ist der Küchentisch. Leider bedeutet das auch, dass wir ihn, wenn wir essen möchten, erst einmal freiräumen müssen. DSC_0160
Es ist nicht so, dass es im Haus keine ruhigeren Orte geben würde …
Trotzdem. Hier steht die Kaffeemaschine in Reichtweite (ganz wichtig!) und auf dem großen Holztisch lassen sich herrlich Schmierzettel, Nachschlagwerke, Notizbücher und allerlei Krimskrams verteilen (zum Leidwesen meines Mannes).
Die Frage die mir heute gestellt wurde, was für eine Art Schreiberin ich bin, hat mich nachdenklich gemacht.
Es gibt selten einen komplett durchdachten Plot bei mir. Streng Punkt für Punkt eine Liste abzuarbeiten ist, zumindest beim Schreiben, nicht mein Ding.

Ich schreibe aus dem Bauch heraus, recherchiere gerne, wobei ich mich nicht selten in den Weiten des Worl Wide Webs verliere und auf Informationen stoße, die mich ganz spontan mal in eine Richtung lenken. Meist kenne ich den Anfang und das Ende meiner Geschichte. Aber was dazwischen passiert, überrascht mich oft selbst.
Wenn mich eine Schreibblockade ereilt, lenke ich mich ab mit einem guten Film, einem Buch oder irgendwelchen Aktivitäten mit der Familie. Eine feste Anzahl von Worten pro Tag gibt es bei mir nicht.
Wäre zwar cool, so diszipliniert zu sein, dass man genau vorausplanen kann, wann man ein Manuskript fertig hat – aber ich bin da ein hoffnungloser Fall. Also schreibe ich vor mich hin und hoffe, dass etwas Gutes dabei herauskommt.

Jetzt, wo mein neues Baby „HOT WHEELS Iron & Enya“ das Licht der Welt erblickt hat, widme ich mich Navy, dem Road-Captain der Fire Devils. Ich mag ihn total gerne und er soll als Nächster seine Geschichte  und seine Ol‘ Lady bekommen. Ich bin gespannt, wohin mich die Reise mit dem ehemaligen SEAL führt und welche Überraschungen er für mich bereit hält.