Zwischendurchhäppchen

Manchmal braucht es während eines Schreibprozesses einfach eine kleine Abwechslung um wieder den Kopf frei zu bekommen. Da kommt eine Spielerei mit Windows Movie Maker gerade recht 😉
Auf die Schnelle habe ich mal so ein Minivideo (28 Sekunden) gebastelt, welches exakt zu der Szene passt, die ich gerade schreibe. Wer Facebookverweigerer ist, kriegt nicht so viel mit, weil ich diesen Blog nicht so regelmäßig update wie meine Facebookseite. Aus diesem Grund habe ich euch hier den Link zum Video eingefügt.
https://bit.ly/2VFlGnb
Ihr landet zwar damit auch bei FB, aber wenn alles klappt, direkt beim Minivideo. Bitte mit Ton ansehen …

P.S. Ich begleite Trouble jetzt mal mit ins Sheriff Department und hoffe, der Junge bekommt nicht noch richtig viel Ärger.

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November-Blues?

Dann habe ich etwas für euch. Ab sofort gibt es ALLE Teile der Fire Devils MC-Serie zu je 99 Cent. Das Angebot gilt bis Sonntag und ist eine gute Möglichkeit für alle, die die Jungs vom MC aus Dreamtorn noch nicht kennen, oder diejenigen, die die Reihe vervollständigen wollen. Mit den Members und ihren Ol`Ladys könnt ihr dem November-Blues entfliehen. Garantiert!

https://amzn.to/2KnCKZv

99 Cent

Das hat man nun davon …

Zwei Coverentwürfe und ich kann mich nicht entscheiden. Um ein bisschen Feedback von meinen Leserinnen und Lesern zu bekommen, habe ich beide Entwürfe auf meiner Facebookseite vorgestellt. Und auch wenn ich es schon ahnte, es bleibt schwierig, auch wenn sich alle einig sind, dass der Kerl ziemlich lecker aussieht 😉
Beide sind echt cool. Beide passen zur Geschichte. Das Casino – hier:

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Oder die Spielkarten – hier:

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Am Ende des Tages wird wohl eine Strichliste entscheiden, welches es werden wird. So groß ist der Unterschied ja nicht.

Also wer noch eine Meinung dazu hat und mir seinen Favoriten mitteilen möchte, einfach Kommentieren. Und auf die Frage, wann das Buch erscheint, gibt es nur eine Antwort: sobald ich fertig bin – aber ich beeile mich ❤ Versprochen!

 

 

SOLD SOUL J. J. und Kelly (Der Fire Devils MC 5)

Ab sofort gibt es den fünften Teil der Fire Devils MC-Serie exklusiv bei Amazon:
http://amzn.to/2eHzkSL

Klappentext:
»Was hast du getan?«, fragte ich immer und immer wieder. Jamie kniete neben mir und hielt meine Hand.
»Jamie! Sag etwas!«, forderte ich schließlich, denn sein Schweigen machte mir Angst.
»Du bist frei«, antwortete er, dann stand er auf.

Als J. J. von einem alten Freund um Hilfe gebeten wird, führt ihn sein Weg in die alte Heimat, Washington D. C.

Kelly, seine Jungendliebe und Schwester seines Freundes Tom, ist verschwunden. Sie hat ein dunkles Geheimnis, welches nicht nur sie, sondern auch ihre Familie in tödliche Gefahr bringt.
Als sich die Sache zuspitzt, sendet der MC Navy, Ragnar und Frisco nach Washington, um ihren Bruder zu unterstützen.
Um Kellys Leben zu retten, müssen sie aus D. C. fliehen. Doch das hat unvorhersehbare Folgen für den gesamten MC … ohne es zu wollen, führen sie den Feind direkt in ihre Stadt.

Wieder einmal müssen die Devils unter Beweis stellen, wie stark ihr Zusammenhalt ist und wie weit sie zu gehen bereit sind, für die Menschen, die sie lieben.

KU Abonnenten können kostenlos lesen.
Für alle, die nicht im mobi Format lesen können und epub brauchen, habe ich mir etwas einfallen lassen. Bei Interesse schreibt mir bitte eine kurze Mail an: SusanB.Hunt@web.de
Es wird auch wieder ein großes Gewinnspiel geben und dafür habe ich ganz tolle Sachen bestellt – ihr dürft gespannt sein! Es lohnt sich also, immer mal wieder hier vorbeizuschauen 🙂
Auch das Taschenbuch wird in Kürze erhältlich sein. Bei Amazon, oder wer eine signierte Ausgabe haben möchte, direkt bei mir. Ich lege euch dann noch ein Lesezeichen dazu.
Nun wünsche ich euch ein schönes Wochenende – lasst euch nicht von dem Schmuddelwetter die Laune verderben – kuschelt euch aufs Sofa und lest einfach ein Buch 😉

 

 

Es gibt viel zu tun ;)

Die LBM ist nicht mehr fern und entsprechend aufgeregter werde ich von Tag. Ich freue mich riesig liebe Freunde zu  treffen, neue virtuelle Freundschaften endlich auch persönlich zu vertiefen und vor allem freue ich mich, weil ich soooo schöne Goodies für euch, meine Leser bestellt habe. Es wird kleine Weiterlesen

1. Kapitel
»Das Schicksal mischt die Karten, wir spielen.«
Arthur Schopenhauer

Red Velvet, Dreamtown
Blood

»Heilige Scheiße, Blood, muss das sein?«, brüllte Redneck angepisst, als ich die Tür zu einem der Zimmer aufriss und mitten in eine heiße Nummer platzte.
Ups, der Kerl steckte mit dem Kopf zwischen den Schenkeln einer rothaarigen Schönheit und sein Gesicht glänzte von ihrem Saft. »Ja, muss es«, antwortete ich ungerührt und blieb stehen, obwohl er versuchte, mich mit einer Handbewegung aus dem Zimmer zu scheuchen. »Es ist wichtig. Ich muss wissen, ob du Turbo gesehen hast! Und wenn ja, ob du weißt, wo er sich verdammt noch mal rumtreibt.«

Knurrend stand Redneck auf und drehte mir den Rücken zu. Während er in seine Hose schlüpfte, sagte er zu der Kleinen: »Ich komme darauf zurück, Süße. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.«
Das Mädchen zuckte mit den Schultern und sprang auf. Völlig ungeniert verließ sie, nackt, wie sie war, das Zimmer.
»Tut mir leid, Bro, aber Iron ist beunruhigt. Weißt du etwas über Turbo?«, fragte ich und verkniff mir ein Grinsen. Redneck stand total auf Rothaarige, auf echte, wohlgemerkt und fand mein Hereinplatzen gar nicht lustig.
»Bin ich sein Kindermädchen?«, gab mein Freund angepisst zurück.
Okay, ich hatte ihm seinen Fick vermasselt, aber es half nichts. Irgendetwas an der Sache mit Turbo war merkwürdig. Dass Trouble ebenfalls unauffindbar war, machte die Sache nicht besser.

»Du hängst doch ab und zu mit ihm rum, hätte ja sein können, dass du etwas weißt. Hat er vielleicht ein Mädchen?«
»Turbo? Nicht dass ich wüsste. Seit Neuestem scheint er sich ziemlich intensiv um den neuen Prospect zu kümmern.«
»Gonzo oder Trouble?«, fragte ich. Das war mir neu. Prospects waren immer willkommen, um Aufgaben zu erledigen, die man selbst nicht gerne übernahm, aber dass Turbo sich mit einem Anwärter besonders abgab, war bisher noch nie geschehen.
»Trouble«, antwortete Redneck und zog sich seine Kutte über.
Interessant. Der Kleine schob mehr Wache als nötig bei Meghan, Turbos Cousine, vielleicht kam daher diese neue ›dicke Freundschaft‹.
Bisher hatte unser Turbo für nichts anderes Interesse als Bikes. Der Schrauber lebte für die Werkstatt, die der Club betrieb, und machte seine Sache auch hervorragend. Die Einnahmen waren bereits wenige Wochen nach der Eröffnung nicht zu verachten und außerdem sehr willkommen. Gerade jetzt, wo die Vietnamesen herumzickten, weil die verdammten Ghosts versuchten, unsere Lieferungen abzufangen. Erst letzte Woche war es ihnen gelungen, einen Truck, der bis obenhin mit Ware gefüllt war, abzufackeln.
Iron hatte den richtigen Riecher gehabt, als er vorschlug das Devils Wheels – Costumbikes zu eröffnen.
Wenn jetzt allerdings der wichtigste Mann in der Werkstatt verschwunden war, hatten wir schon wieder ein Problem. Ganz zu schweigen davon, dass er ein Bruder war, der möglicherweise in Gefahr schwebte.
Redneck und ich gingen nebeneinander die Treppe hinunter und ich murmelte vor mich hin: »Komisch, weder ihn noch den Kleinen kann man telefonisch erreichen. Ob das mit der Sache zu tun hat, über die wir abgestimmt haben?«
»Schon möglich. Turbo war ganz heiß darauf, diesen Kartell-Boss zu treffen. Dass er überstimmt wurde, hat ihn hart getroffen. Aber der Prospect? Ich weiß nicht …«, gab Redneck zurück.
»Immer noch sauer, weil ich dich von der rothaarigen Muschi weggeholt habe?«, fragte ich und klopfte meinem Kumpel versöhnlich auf die Schulter.
Er brummte irgendetwas Unverständliches und steuerte auf die Bar zu, die im Eingangsbereich unseres Nobelpuffs lag. Delia, die Chefin des Hauses, nickte uns zu und stellte unaufgefordert einen Whiskey für Red und eine Coke für mich auf den Tresen. Sie wusste, dass ich dem Alkohol abgeschworen hatte. Die hübsche Blondine kannte uns Jungs genau und auch jede unserer Vorlieben. Heute zog sie einen Schmollmund.
»Danke, Delia«, sagte ich und nahm einen Schluck. »Was ist los? Warum so angepisst?«, fragte ich höflichkeitshalber.
Sie legte ihren Mörderbusen auf den Tresen und beugte sich zu mir herüber. Das winzige Oberteil, das sie trug, bedeckte gerade mal ihre Nippel.
»Sag mal, was ist mit Navy los? Hat vor zwei Tagen fluchtartig das Zimmer verlassen, gerade als ich ihm so richtig schön den Schwanz lutschen wollte. Bisher hat er sich nie so eine Gelegenheit entgehen lassen, aber diesmal sah er aus, als wäre der Leibhaftige hinter ihm her.«

»Schätzchen, ich fürchte, Navy ist für immer verloren.« Ich senkte die Stimme und sah sie feierlich an. »Er wird wohl nur noch einer Frau erlauben, seine Kronjuwelen zu kraulen. Runa … seiner Ol’ Lady«, ergänzte ich.
Ich hoffte, dass ich recht damit hatte und Navy mit Runa ins Reine kam. Sie war die erste Frau, der es gelungen war, sein versteinertes Herz zu berühren. Iron hatte ihn losgeschickt, damit er ihr endlich die ganze Wahrheit über den Einsatz erzählt, bei dem sein Waffenkamerad, ihr Bruder ums Leben kam. Der ehemalige SEAL war ein prima Kumpel, doch in letzter Zeit war er ziemlich neben der Spur gewesen. Nachdem er uns gegenüber damit herausgerückt hatte, was ihn all die Jahre so quälte, konnten auch alle verstehen, warum er letzte Woche so ausgetickt war.
Ich wünschte es dem Jungen von Herzen. Tatsache war, dass Frauen bessere Menschen aus uns Männern machten. Das beste Beispiel war unser Pres. Iron und Enya waren ein tolles Paar. Und es war nicht zu leugnen, dass sie ihn ein wenig gezähmt hatte.

Delia riss überrascht die Augen auf. »Wieder einer von euch Prachtexemplaren unter der Haube ‒ was für eine Verschwendung«, seufzte sie, nachdem sie sich wieder gefangen hatte.
»Ich bin noch frei«, zwinkerte ich ihr zu. »Allerdings nicht heute. Der Pres erwartet mich.«
Ich gab Red die Anweisung, dass er weiterhin versuchen sollte, Turbo oder Trouble zu erreichen, und schärfte ihm ein, seine restliche Dienstzeit im Empfangsbereich abzusitzen. Wenig später war ich unterwegs zu der Lagerhalle an der Interstate 4.

Angel
Ich hielt die Augen geschlossen und löste mich gedanklich von meinem Körper. Manchmal gelang es mir, das, was gerade mit mir geschah, völlig auszublenden.
Denn wenn ich überleben wollte, hatte ich keine andere Wahl. Der Versuch, an etwas Schönes zu denken, während fremde Männerhände meine Brüste kneteten, sodass mit Sicherheit blaue Flecke zurückblieben, hatte ich mir mühsam antrainiert. Das einzig Schöne in meinem Leben war meine süße, kleine Amy. Um ihr ein Leben in Armut zu ersparen, verkaufte ich meinen Körper. Es war gefährlich, dies in meiner eigenen Wohnung zu tun, während sie im Nebenzimmer schlief, doch ich hatte keine Wahl.
Amys Vater und ich hatten uns getrennt. Anfangs zahlte er noch Unterhalt für seine Tochter, bis die Zahlungen irgendwann ausblieben.
Viel später erfuhr ich, dass Ben einen tödlichen Autounfall gehabt hatte. Sein bester Freund hatte mir die Nachricht überbracht und hat betreten in meiner Wohnung gestanden, als ich weinend zusammenbrach.
Ich weinte nicht um meinen Ex. Ich vergoss die bitteren Tränen, weil mir bewusst wurde, dass ich nun ganz alleine dastand. Mein Job als Kassiererin wurde miserabel entlohnt, und wenn ich die Miete bezahlt hatte, blieb kaum etwas für uns beide übrig. Den Beitrag für die Kindertagesstätte, in der Amy während meiner Arbeitszeit untergebracht war, würde ich nicht mehr aufbringen können. Kurz: Das Geld ihres Erzeugers fehlte hinten und vorne! Unsere Wohnung war nicht viel größer als ein Rattenloch. Die Gegend war übel. Gewalt, Mord und Totschlag waren an der Tagesordnung. Keine Nacht verging, ohne dass Polizeisirenen uns aus dem Schlaf rissen. Mir war klar, dass ich hier wegziehen und mein Leben umkrempeln musste.
Der erste Schritt war die Suche nach einer neuen Wohnung. Als alleinerziehende Mutter mit einem billigen Aushilfsjob hatte ich schlechte Chancen. Ich war so verzweifelt, dass ich etwas tat, was wohl der Einstieg in dieses Leben war. Ich prostituierte mich. Ein Job, den ich hasste, der aber unser Überleben sicherte.
Der Besitzer des Hauses in der Harlington Street machte keinen Hehl daraus, dass er bereit war, mir gegen gewisse Gefälligkeiten die Wohnung zu vermieten.
Es hatte mich einige schlaflose Nächte gekostet und schließlich ließ ich mich aus purer Verzweiflung darauf ein. Mit zusammengebissenen Zähnen, die Finger in die Bettlaken gekrallt, ertrug ich es, dass er sich grunzend auf mir austobte. Er schwitzte stark und stank schrecklich, aber zum Glück brauchte er nicht lange, um zu kommen.
Tagelang hatte ich mich schmutzig gefühlt, mich vor mir selbst geekelt und mir unter der Dusche die Haut wund geschrubbt.
Aber ich konnte mit meinem kleinen Mädchen in die neue Wohnung ziehen und sie aus diesem Drecksloch rausschaffen.

Mein Freier grunzte gerade laut, rieb sein Gesicht an meinen Brüsten und rammte mir immer wieder seinen Schwanz heftig zwischen die Schenkel. Als er kam, schlug er seine Zähne in meine rechte Brust. Es kümmerte ihn nicht im geringsten, dass ich laut aufschrie. Erst als seine pumpenden Hüftbewegungen nachließen, lockerte er seinen Biss und ließ von mir ab. Ich stieß ihn von mir herunter und spürte etwas Warmes, Feuchtes, als ich mit der Hand nach der schmerzenden Stelle tastete.
Meine Finger waren voll Blut.
Ich konnte ihn nicht rausschmeißen, er hatte noch nicht bezahlt, und wenn ich mich nicht vorsah, wäre die ganze Qual umsonst gewesen. Also machte ich gute Miene zum bösen Spiel und murmelte: »Entschuldige, ich muss mal …«
Der Kerl kam regelmäßig und ich war auf Stammkunden wie ihn angewiesen.
Im Bad tupfte ich mir vorsichtig mit einem Waschlappen das Blut ab und besah mir die Bisswunde. Dieses Arschloch hinterließ immer irgendwelche Male auf meinem Körper ‒ als wollte er mich kennzeichnen. Wie ich ihn hasste!
Der Biss schmerzte tierisch, hatte aber zum Glück aufgehört zu bluten. Hastig warf ich mir meinen seidenen Kimono über und verknotete ihn. Die Show war vorbei, er hatte bekommen, was er gebucht hatte und ich wollte ihn nicht auf irgendwelche weiteren Gedanken bringen, indem ich nackt aus dem Bad kam.
Gerade als ich die Tür öffnete, sah ich, wie er die Hand auf die Klinke zu Amys Kinderzimmertür legte.
Ich registrierte, dass er immer noch nackt und sein Geschlecht bereits wieder steif war.
Meine Kleine! Oh Gott, dieser Perverse war im Begriff das Kinderzimmer zu betreten …
»Du dreckiges Schwein. Verschwinde. Hau ab!«, kreischte ich und es war mir in dem Moment scheißegal, dass ich im Begriff war, einen guten Kunden zu verlieren. Mein Kind war tabu.

Der Gesichtsausdruck, mit dem er mich betrachtete, bescherte mir Gänsehaut am ganzen Körper. Seine Augen blickten gierig und ich erwartete fast, er würde zu sabbern beginnen.
»Stell dich nicht so an!«, antwortete er barsch. »Ich bin dein bester Kunde, und wenn deine Kleine mitmachen würde, wäre ich bereit, mehr zu bezahlen.«

»Nur über meine Leiche!«, rief ich und ging rückwärts zur Garderobe. In der obersten Schublade der Kommode lag eine Pistole. Ich war nicht so leichtsinnig, sie tagsüber dort aufzubewahren. Allerdings legte ich sie abends, wenn meine kleine Maus im Bett war, immer dort hinein, um mich schützen zu können, falls einer meiner Freier aufdringlich wurde.
Hektisch fummelte ich nach dem Knauf und zog die Lade auf. Der Typ drückte die Klinke hinunter und machte die Tür einen Spalt auf. Sein Atem ging heftig und ich tastete verzweifelt nach der Waffe, ohne ihn aus den Augen zu lassen.
Das Magazin war voll. Ich entsicherte und zog den Schlitten zurück, um eine Patrone in das Patronenlager zu repetieren. Als ich den Pistolengriff mit beiden Händen fest umklammerte und auf ihn zielte, zitterte ich wie Espenlaub.
»Verschwinde! Sofort«, sagte ich mit so viel Autorität, wie ich aufbringen konnte.
Er drehte sich zu mir um, und als er die Waffe in meiner Hand sah, erstarrte er.
»He, was soll das?«, fragte er unsicher und ich konnte ihm förmlich ansehen, dass er abwog, ob ich tatsächlich auf ihn schießen würde oder nur bluffte.
»Ich schieße wirklich«, sagte ich mit fester Stimme und beantwortete damit seine unausgesprochene Frage. Ich hatte keine Angst um mich. Seit zwei Jahren machte ich diesen Job und hatte gelernt, dass die Männer, die mich aufsuchten, selten gefährlich waren. Sie wollten ihre Bedürfnisse befriedigen und bekamen bei mir, was sie brauchten. Einst war ich eine unbekümmerte junge Frau gewesen. Jetzt war ich eine Nutte, die ihrem Geschäft professionell nachging. Doch wenn meine Tochter in Gefahr war, würde ich nicht zögern.

Endlich hob er die Hände hoch und versuchte, beschwichtigend zu lächeln.
»Los, zieh dich an! Schnell! Und dann verschwindest du«, forderte ich.
Anscheinend hing er an seinem Leben, denn er holte hastig seine Klamotten aus dem Schlafzimmer und stieg eilig in seine Hose. Ich ließ ihn nicht aus den Augen und hielt die Pistole nach wie vor auf ihn gerichtet.
Zum Glück konnte er nicht wissen, dass ich eine miserable Schützin war. Als ich mir die Glock 26 gekauft hatte, war mir wichtig, dass sie in meine Handtasche passte, leicht zu handhaben war und vor allem günstig. Auf Anraten des Mannes im Waffenladen hatte ich mir die handtaschentaugliche 9 mm ›Baby Glock‹ zugelegt und war dann auf einem Schießstand gewesen und hatte einige Schüsse abgefeuert. Das Fazit war: Ich hatte nicht einen gezielten tödlichen Treffer auf die Zielscheibe, die die Umrisse eines Mannes zeigte, abgegeben. Mein Standnachbar kommentierte meine Schießübungen trocken: »Nun ja, wenigstens haben Sie ihn einmal am Knie und einmal in den Arm getroffen. Um jemanden in die Flucht zu schlagen, reicht das völlig aus.«

Endlich verließ er fluchtartig die Wohnung. Bevor er die Tür hinter sich zuzog, zischte er: »Leg dich nicht mit mir an. Wage es nicht. Du weißt hoffentlich noch, was ich für eine Macht habe!«
Ich vergewisserte mich, dass er tatsächlich die Treppe hinunterging, legte den Sicherheitsriegel vor und brach in Tränen aus. Dann lehnte ich mich gegen die Wand und rutschte langsam daran herunter. Schließlich saß ich auf dem Boden und hielt die Pistole immer noch fest umklammert. Er war kein Mann, dem man drohen konnte, im Gegenteil …

*Freude, Freude*

Hier verlinke ich mal zwei tolle Rezensionen zweier Bloggerinnen, die mir den Tag versüßt haben. Übrigens gibt es zu LONE RIDER demnächst eine Blogtour mit vielen Infos und tollen Gewinnen 🙂
Seht mal, was Katrin zu Navy & Runa schreibt:
http://katrinslesewelt.blogspot.de/2016/07/hunt-susan-b-lone-rider-navy-runa-der.html

Und hier Julias Meinung zu Teil 2 der Fire DEvils MC – Serie:
http://books-mylife15.blogspot.de/2016/07/lone-rider-navy-und-runa-susan-b-hunt.html

Vielen Dank auch an alle, die LONE RIDER bisher schon einige Sterne geschenkt haben. Ihr seid die Besten ❤

Alles von Susan B. Hunt.

Liebe, die nicht nach Hautfarbe, Herkunft oder Geschlecht fragt.
Liebe, die ihren Weg findet.
Liebe, die alles erträgt.
Liebe, die stark macht.

Obwohl durchaus actiongeladen, manchmal grausam und voller Hindernisse – bei mir findet die Liebe immer ihren Weg. In jedem meiner Bücher geht es darum. Um dieses starke Gefühl, das uns himmelhoch jauchzen lässt oder zu Tode betrübt. Das aus Freunden Feinde macht, oder aus Fremden Liebende.

Für alle, die auf der Suche nach Lesestoff sind.