Kinder wie die Zeit vergeht … und ein paar Ausblicke auf das was vor uns liegt.

Meine Facebookseite zeigt mir heute 901 Likes. Wow, ich freue mich riesig darüber – DANKE! Für mich der Anlass, zurückzublicken auf die Anfänge.
Als ich im August 2013 meinen Debütroman HEROES – Blutsbrüder als eBook veröffentlicht habe, hätte ich nie gedacht, dass ich knapp fünf Jahre später schon elf weitere Bücher und zahlreiche Kurzgeschichten veröffentlicht haben würde. Ich weiß noch, wie ich Anfang September genau fünf Verkäufe hatte. Einer der Käufer war ich selbst, eine Käuferin war meine beste Freundin und einen Kauf hatte mein Nachbar getätigt. Also ganze zwei eBooks wurden von irgendjemandem gekauft, der unter den Millionen Angeboten bei Amazon zufällig auf meine Heroes gestoßen war. Ich weiß auch noch ganz genau, wie wir (mein Mann und ich) die ersten fünfzig Verkäufe gefeiert haben – mit Sekt! Dann die Hundertermarke …
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Was andere über mich denken …

Es ist ja so, wenn man beschließt zu schreiben UND zu veröffentlichen gibt man etwas Intimes über sich preis. Nämlich seine Fantasy.
War mir das wirklich klar???
Ja, im Prinzip schon. Doch, was wollte ich eigentlich erreichen?
Nun ja. In erster Linie wollte ich meine Geschichte in Worte kleiden. Die, die mir im Kopf herumschwirren …
Dann dachte ich, okay, warum nicht mal sehen, wie andere meine Geschichten finden.
Zu meiner Freude ist es mir gelungen den ein oder anderen damit zu begeistern. Ich konnte an den Verkaufszahlen zumindest sehen, dass viele neugierig geworden sind. Das heißt natürlich noch lange nicht, dass allen, die meine Bücher lesen, diese auch gefallen.
Rezensionen sagen da schon mehr aus. Nicht immer voll des Lobes, im Gegenteil, manchmal sogar mit harscher Kritik, die mich auch mal schlucken lässt.
Manchmal verwirrend – denn, was dem einen gefällt, findet der andere doof. Oder noch besser: kryptische, lyrisch angehauchte Rezensionen, die mich schmunzeln lassen. Ganz selten einmal eine persönliche Beleidigung.
Doch so ist das nun mal und ich habe gelernt, dass es nicht gleich ein Weltuntergang ist, wenn 1, 2 und 3 Sterne vergeben werden. Ich bin ja tolerant und gestehe jedem seine Meinung zu.
Aber wie ist das, wenn man von seiner Frisörin hört, dass eine Nachbarin angeekelt war von bestimmten Szenen und das Buch nicht zu Ende lesen konnte???
Denkt diese Nachbarin vielleicht, ich habe eine kranke Fantasie?
Kann schon sein 😉
Aber ganz ehrlich, viele großartige Autoren schreiben nicht immer jugendfrei und haben explizite Gewalt, Ekel- und Sexszenen in ihren Meisterwerken. Deshalb glaube ich noch lange nicht, dass sie selbst ein wenig gaga sind.
Denn sie unterhalten mit ihren Büchern.
Und genau das möchte ich auch. Euch unterhalten. Schockieren, träumen lassen, manchmal wachrütteln, Empathie wecken, mitfiebern lassen und euch auch hin und wieder zu Tränen rühren.
Das Leben ist eben kein Ponyhof und wenn ein Protagonist gequält werden muss, dann quäle ich ihn.
Egal, was Nachbarn, Freunde oder gar Familie darüber denken.
Apropos Familie. Erst gestern gab es in einem Autoren Forum eine Diskussion. Eine Autorenkollegin war traurig und enttäuscht darüber, dass ihre Mutter nicht viel von ihren Büchern hält. Sogar meinte, dass sie doch intelligentere Bücher schreiben sollte, oder noch besser – tiefsinnigere Dinge machen sollte als zu schreiben.
Da bin ich fast ein wenig erleichtert, dass meine Mutter sich gar nicht groß für meine „Werke“ interessiert. hat am Anfang auch ein bisschen weh getan, aber liegt wahrscheinlich daran, dass man als Tochter schon ernst genommen werden will. Wie dem auch sei, ich habe gelernt damit umzugehen und bin irgendwie auch froh, wenn meine Mutter nicht liest, was ich schreibe. Am Ende wäre sie entsetzt 😉
So kann ich also munter weiter morden, quälen, leiden lassen und natürlich auch heiße Szenen einbauen.
Mein Fazit: Egal, was die Nachbarin oder irgendwer sonst von mir denkt, ICH bleibe ICH.
Und IHR solltet IHR bleiben. Nur so funktioniert das. Man kann sich nicht für jemanden verstellen, weil man sonst sich selbst verliert.
In diesem Sinne verabschiede ich mich in den Urlaub.