Kinder wie die Zeit vergeht … und ein paar Ausblicke auf das was vor uns liegt.

Meine Facebookseite zeigt mir heute 901 Likes. Wow, ich freue mich riesig darüber – DANKE! Für mich der Anlass, zurückzublicken auf die Anfänge.
Als ich im August 2013 meinen Debütroman HEROES – Blutsbrüder als eBook veröffentlicht habe, hätte ich nie gedacht, dass ich knapp fünf Jahre später schon elf weitere Bücher und zahlreiche Kurzgeschichten veröffentlicht haben würde. Ich weiß noch, wie ich Anfang September genau fünf Verkäufe hatte. Einer der Käufer war ich selbst, eine Käuferin war meine beste Freundin und einen Kauf hatte mein Nachbar getätigt. Also ganze zwei eBooks wurden von irgendjemandem gekauft, der unter den Millionen Angeboten bei Amazon zufällig auf meine Heroes gestoßen war. Ich weiß auch noch ganz genau, wie wir (mein Mann und ich) die ersten fünfzig Verkäufe gefeiert haben – mit Sekt! Dann die Hundertermarke …
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Alles von Susan B. Hunt.

Liebe, die nicht nach Hautfarbe, Herkunft oder Geschlecht fragt.
Liebe, die ihren Weg findet.
Liebe, die alles erträgt.
Liebe, die stark macht.

Obwohl durchaus actiongeladen, manchmal grausam und voller Hindernisse – bei mir findet die Liebe immer ihren Weg. In jedem meiner Bücher geht es darum. Um dieses starke Gefühl, das uns himmelhoch jauchzen lässt oder zu Tode betrübt. Das aus Freunden Feinde macht, oder aus Fremden Liebende.

Für alle, die auf der Suche nach Lesestoff sind.

Kostenlose Leseprobe

Hier kommen Fans der Heroes – Reihe auf ihre Kosten.
Eine kleine Episode mit Ivy & Storm gibt es in *Sternschnuppennacht* für euch.
Diese Geschichte gibt es in allen gängigen eBook-Stores (z.B. bei BookRix im epub oder mobi – Format) und natürlich bei Amazon dauerhaft gratis.

amzn.to/1IUwHs

Oster -Special „Kindle – Deal der Woche“

Noch genau bis 09.04. hat jeder die Möglichkeit, beim Kindle Deal der Woche zuzuschlagen.
So lange gibt es Band 1 der Heroes Reihe zum reduzierten Preis.
Wer sich also nicht sicher ist, ob „Blutsbrüder“ was für ihn ist, kann es für 1,99 € ausprobieren.
Eine actiongeladene Geschichte, in der es auch um Freundschaft und Loyalität geht. Hart und brutal geht es zu, aber auch die Liebe kommt nicht zu kurz.

Hier ein paar Lesermeinungen dazu:

Zu Beginn kommt einem die Story irgendwie bekannt vor:
Schöner, labortechnisch aufgerüsteter Krieger verliebt sich unsterblich in Gefangene, beginnt deshalb den Sinn seiner Arbeit als Pitbull zu hinterfragen und infiziert dabei auch gleich noch den Rest der Truppe (insgesamt gibt‘s vier von diesen Testosteron-Paketen!).
Business as usual??? Alles schon mal dagewesen?
Weit gefehlt!!!
Extrem rasant, actiongeladen und brutal ist der Plot – sogar Folterszenen werden explizit beschrieben.
Also: Vorsicht! Es ist bestimmt nicht jedermanns Sache…
Die Autorin schafft das Kunststück, dass keiner der Krieger die Überhand hat, sondern sich alle gleichmäßig einbringen und jeder „seinen“ Auftritt bekommt. SUPER!!!
Verfeinert wird diese hochexplosive Mischung mit einem Schuss Erotik, die das Ganze jedoch lediglich würzt und nicht dominiert.

Von mir in jedem Fall fünf Sterne für diese Knaller-Story!
To be continued???
Nicht nur ‚Ja, bitte‘, sondern ‚UNBEDINGT!!!‘. 😉

Oder:
Endlich wieder ein Auftakt zu einer Serie, die nach mehr schreit.
Endlich wieder ein Buch, was ich nicht aus der Hand legen konnte.
Endlich wieder Emotionen, die mich erreichen, während ich das Buch gelesen habe.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und lässt sich sehr gut lesen. Ich wurde von der ersten Seite an gepackt und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ich musste einfach erfahren, wie es weitergeht. Und ich wurde nicht enttäuscht. Die Geschichte folgt einer Story und schweift nicht unnötig ab. Es gibt kein Kapitel, was ich weniger gerne gelesen habe. Die Charaktere habe ich direkt in mein Herz geschlossen und wollte mehr von ihnen erfahren. Ich habe mit ihnen gelacht und geweint.
Endlich wieder ein gutes Buch. 🙂

Na??? Neugierig geworden? Dann los, schlagt zu :). Für Freunde der Papierversion – ja, es gibt Blutsbrüder auch als Taschenbuch.
Inzwischen wurde die Geschichte auch fortgeführt. Zwei weitere Romane erzählen, in welcher Gefahr die Krieger schweben, wie sie Unrecht gegen Schwächere bekämpfen und auf ihre Seelengefährten treffen.

Nebelpfade – Valentin

»Zu schade«, seufzte Lili beim Frühstück. »Ich wollte eure Ärztin so gerne kennenlernen. Du hättest sie mitbringen sollen, Val.«
Thunder zwinkerte ihr zu. »Zum Glück ist sie nicht mitgekommen, sonst würdest du den ganzen Tag mit ihr über eure Arbeit reden und hättest keine Zeit mehr für mich und Maya.«
Lili stieß ihn an. »He, beschwerst du dich etwa? Dazu gibt es keinen Grund, mein Lieber! Es ist sehr ruhig im Moment. Keine Arbeit für mich …«
»Vielleicht besucht Juno euch zusammen mit ihrer Gefährtin, wenn ich zurück bin. Dank Blondie können wir ja alle völlig legal ausreisen.« Valentin grinste den blonden Krieger an.
Storm zwinkerte und schob seinen Stuhl nach hinten. »Lili, keine Bange, du wirst bestimmt nicht arbeitslos und wenn es nur die aufgeschlagenen Knie der Kids sind! Val, von mir aus können wir los.«
Valentin war begierig darauf, endlich etwas von der Stadt zu sehen und sprang sofort auf, um Storm zu folgen.
Ivy, die sich um den Schreibkram der gemeinsamen Firma kümmerte, wollte später nachkommen.
Die beiden Männer fuhren in Storms Mustang los. Das altmodische Auto zog viele Blicke auf sich, bemerkte Valentin amüsiert.
»Wurde höchste Zeit, Bruder, dass du dich endlich einmal bei uns sehen lässt«, sagte Storm schmunzelnd. Er mochte Valentin und hielt viel von dem Krieger. Val war sehr besonnen und hatte die Sache mit Ondraka wunderbar gemeistert. Es war nicht einfach gewesen, doch das Team in Sibirien bestand aus großartigen Menschen und Storm freute sich, sie alle seine Freunde nennen zu können.

Valentin lehnte sich zurück. »Es wurde wirklich Zeit. Jay und Ty haben mich geradezu gedrängt, euch endlich zu besuchen.« Er grinste. »Wahrscheinlich sind sie froh, mich ein paar Wochen loszuhaben. Und wer weiß, was mich bei meiner Rückkehr erwartet! Wahrscheinlich machen sie einen verdammten Bauernhof aus dem Anwesen«, meinte er trocken.

Storm schmunzelte. Er hatte schon mitbekommen, dass vor allem Zoe, Tyrons Gefährtin, ziemlich frischen Wind nach Ondraka gebracht hatte. Die große Eingangshalle des Hauptgebäudes glich Valentins Erzählungen nach inzwischen einem Dschungel. Der Glasbau wurde sehr bald von der Gärtnerin in Beschlag genommen. Nicht nur Unmengen exotischer Pflanzen, sondern auch riesige Voileren mit allerlei bunten Vögeln, hatten dort ein Zuhause gefunden.
»Schön, dass Zoe sich so gut eingelebt hat. Sie hatte es ja auch nicht leicht. Was macht Daryl?«, fragte er.
»Oh, er und Ty verstehen sich richtig gut. Die beiden stecken den ganzen Tag zusammen. Zoes Bruder ist ein toller Kerl. Er packt unaufgefordert mit an und hat sich wunderbar in die Familie integriert.«
Storm kannte Zoe und Daryl von seinem letzten Besuch. Auch wenn es schon zwei Jahre her war. Er hatte noch immer das Bild vor Augen, als die beiden von ihrem jüngeren Bruder Abschied nehmen mussten.
»Das freut mich für ihn. Er war mir gleich sympathisch und ich sehe, ich habe mich nicht getäuscht. So, da sind wir. Darf ich vorstellen, unser bescheidenes Domizil!« Storm grinste, als Valentin sprachlos auf die Fassade des heruntergekommenen Gebäudes schaute.
»Lass dich nicht täuschen. Innen ist alles vom Feinsten. Weißt du, wir fanden es besser, nicht zu protzen. Schließlich verdienen wir unser Geld nicht damit, reichen Säcken den Weg für ihre Machenschaften freizuräumen. Im Gegenteil. Meist sind es eben diese reichen Scheißkerle, die wir am Arsch kriegen wollen. Offiziell sind wir eine kleine Sicherheitsfirma. Inoffiziell löschen wir da, wo es brennt! Komm mit. Hunter ist schon da.«
Valentin stieg aus. Storm hatte recht. Das, was sie im Untergrund taten, bedurfte keiner Luxusbude als Visitenkarte. Außerdem war er sicher, dass zumindest das technische Equipment sogar den amerikanischen Geheimdienst erblassen lassen würde. Nachdem sie die quietschende Holztüre aufgestoßen hatten, gelangten sie über eine schmutzige, durchgetretene Treppe in den ersten Stock. Dort sicherte ein biometrischer Scanner den Eingang. Blondie hantierte kurz herum und bat Valentin, seine Handfläche auf das Display zu legen. »So, dein biometrischer Code ist drin, das heißt, du hast ungehindert Zugang, Bruder«, sagte er zufrieden.
Natürlich hatte sich Val nicht getäuscht. Es blinkte und piepte. Monitore in allen Größen reihten sich an den Wänden und mittendrin stand Hunter. Als sie eintraten, drehte er sich um. »Wir haben einen neuen Auftrag für eine Objektüberwachung, Storm«, meldete er und runzelte die Stirn. »Keine Ahnung, wie die auf uns kommen, aber irgendwie kommt mir das komisch vor.«
Storm forderte Valentin auf, sich umzusehen und ließ sich von Hunter den Auftrag zeigen. Er runzelte die Stirn. Ein Geburtshaus! Das war in der Tat merkwürdig. Es handelte sich um eine staatlich geförderte Einrichtung für Frauen, die ihre Kinder anonym zur Welt bringen wollten und sie danach zu Adoption freigaben.
An sich war das eine gute Sache. Storm war der Meinung, dass es allemal besser war, als ungewollte Kinder in Toiletten zur Welt zu bringen, um sie dann wie Müll wegzuwerfen. Doch weshalb ein solches Haus einen Sicherheitsdienst beauftragte, war ihm ein Rätsel.
Egal. Wenn jemand um Schutz bat, würden sie ihn gewähren.
»Am besten du siehst dir das einmal an und dann besprechen wir die Einsatzpläne, Hunter«, wies Storm seinen Bruder an.
Valentin, der sich für ein paar Monate frei genommen hatte, brannte darauf, sich hier nützlich zu machen.
»Ich hätte nichts gegen einen anständigen Kampf«, seufzte er. »Mein Leben ist ziemlich langweilig im Moment.«
Blondie grinste. »He Kumpel. Keine Bange, bei uns wird dir die Langeweile vergehen. Wenn du dich fit genug fühlst, kannst du heute Abend den Bodyguard für eine reiche, ältere Lady spielen. Smoking und gute Tischmanieren sind allerdings Voraussetzung!«
Val boxte den blonden Krieger spielerisch in die Seite. »Was soll das heißen, willst du etwa andeuten, ich hätte keine Manieren?«, feixte er. Dann zog er eine Grimasse. »Aber ich weiß nicht … Bodyguard für eine alte Lady?«
Hunter konnte sich ein Lachen nicht verkneifen. »Wir alle hatten schon das Vergnügen mit Mrs. Stillwell auszugehen. Sie ist sehr anspruchsvoll und für ihr Alter ziemlich rüstig. Es handelt sich um die Witwe des wohl großzügigsten Gönners der Stadt. Durch seine Spenden wurden zahlreiche soziale Einrichtungen gebaut und gefördert. Sie hat von Mitgliedern ihrer Familie ein paar Drohungen erhalten. Sie befürchten wohl, wenn die alte Lady stirbt, geht das gesamte Vermögen an gemeinnützige Zwecke«, klärte Hunter ihn auf.
»Genau. Und weil Mrs. Stillwell Angst um ihr Leben hat, engagiert sie ab und zu einen von uns. Meist sind es irgendwelche Wohltätigkeitsveranstaltungen, die sie besucht. Ansonsten hat sie ein eigenes Sicherheitsteam, das sie schützt«, ergänzte Storm.
Valentin überlegte. Hatte er einen Smoking dabei?
Ohne auf die hämischen Gesichter seiner Freunde zu reagieren, sagte er zu deren Überraschung: »Okay. Ich bin dabei. Wenn mir einer von euch einen Smoking leiht …«
Storm musterte ihn kurz und nickte. »Meiner könnte dir passen. Wenn du dir sicher bist, dass du den Job machen willst, leihe ich ihn dir gerne.«
Während Hunter und Blondie noch ein paar Termine und Aufträge diskutierten, sah sich Valentin ein wenig um. Seine Gedanken waren schon bei dem heutigen Abend. Irgendwie freute er sich darauf. Eine ältere Dame zu einer Charity-Veranstaltung zu begleiten, war doch mal was anderes. Wobei Spannung wahrscheinlich das Letzte war, das ihn dort erwartete.
Als er und Storm zurückfuhren, tat er einfach so, als würde er Hunters amüsiertes Grinsen übersehen, der ihm viel Spaß wünschte.

Auf ein fantastisches 2015

Ich hoffe ihr seid alle unfallfrei ins neue Jahr gerutscht.
Euch und euren Lieben wünsche ich für 2015 viel Glück, Gesundheit und vor allem Zeit für das, was ihr liebt ❤
Trennt euch von dem, was euch runterzieht und genießt das, was euch gut tut.

Habt ihr euch irgendetwas vorgenommen??? Anscheinend gibt es Menschen, die einen Jahreswechsel brauchen, um sich irgendetwas vorzunehmen, das sie dann sowieso nicht einhalten …
Also ich werde NICHT aufhören zu rauchen 😉 und schon GAR NICHT aufhören zu schreiben.
In diesem Jahr wird es zwei weitere Kurzgeschichte rund um die Welt der Heroes geben. Tyron steht quasi schon in den Startlöchern und Valentin soll auch nicht mehr lange ohne Seelengefährtin bleiben.

Kato, mein Sunwalker, der den Planeten EVERSUN retten muss, wartet ungeduldig darauf, dass ich seine Geschichte endlich fertig erzähle. Ein wunderbares Cover dazu gibt es schon!
Ich hoffe, ihn euch im Frühjahr präsentieren zu können.
Vielen Dank, dass ihr mich so zahlreich in 2014 begleitet habt.

Alles Liebe eure Susan

Liebe zwischen zwei Frauen

Einige meiner Kollegen (sogar ganz viele), schreiben Homoerotische Romane. Dabei geht es meistens um zwei Männer die sich lieben und erotische Momente miteinander erleben.
Es ist nicht das übliche Genre, das ich lese, aber immer mal wieder begeistert mich die ein oder andere Geschichte.
Selbst darüber schreiben kann ich nicht.
Aber ich habe es gewagt, in meiner neuesten Kurzgeschichte, die in der Welt der Heroes stattfindet, meiner Protagonistin eine Seelengefährtin zur Seite zu stellen.
Liebe zwischen Frauen.
Ein Tabu???
Für mich nicht. Ich habe im Frühjahr eine tolle Frau kennengelernt, die lesbisch ist. Sie und ihre Lebensgefährtin sind mir liebe Freundinnen geworden.
Ihnen habe ich Herzkönigin – Juno gewidmet.
Klar, ein bisschen Angst vor den Reaktionen meiner Leser hatte ich schon. Nur – es stand fest, dass Juno, nachdem sie ihren Krieger verloren hatte, nie wieder einen Mann in ihr Herz lassen konnte.
Da kam Rose!
Rose, die wusste, dass sie Frauen liebt.
Das Schicksal wollte es so, dass die beiden zusammen kamen. Rose merkte es schnell, bei Juno war dieses „nicht wahrhaben wollen“ lange präsent.
Doch gegen den Seelengefährten kann man sich nicht sträuben.
Ist das jetzt Sünde? Oder falsch?
Nein! Definitiv nicht. Es mag nicht jedem Leser gefallen, aber es ist nun mal so.
Wer Angst hat, dass meine „ledigen“ Krieger jetzt auch noch schwul werden könnten, den kann ich beruhigen.
Werden sie nicht!
Aber ich bin froh, die Geschichte erzählt zu haben, wie sie sich für mich richtig anfühlt.

Heroes Herzkönigin – Juno

cover

Juno die schöne Kriegerin hat nun auch ihre eigenen Geschichte bekommen.
Sie ist allerdings etwas anders, als viele erwartet haben.
Juno, die immer noch um Tristan trauert, glaubt, nie wieder einen Menschen so lieben zu können, wie den Krieger mit den Eisaugen. Doch Tristan hat den Tod gewählt.
Sie ist wütend, traurig und bleibt hilflos mit gebrochenem Herzen zurück.
Doch das Schicksal schickt ihr jemanden, der ganz überraschend ihr Herz berührt. Juno will es nicht wahrhaben und versucht zuerst, es zu ignorieren …
„WENN DAS SCHICKSAL EINEM DEN SEELENEFÄHRTEN PRÄSENTIERTE, WAR ES SINNLOS DAVOR ZU FLÜCHTEN“ (Kapitel 7)
Wer sich auf diese Geschichte einlässt, wird überrascht sein 😉

HEROES Adlerschwingen – Jay

Adlerschwingen - Jay
Adlerschwingen – Jay

Der Adler zog seine Kreise und wagte sich nahe heran. So tief es ihm möglich war, flog er mit kräftigen Flügelschlägen, um dann wieder im Aufwind elegant zu gleiten.
Seine Augen waren die eines Jägers. Jede Kleinigkeit nahm er in sich auf und speicherte sie.
Einige der Wächter betrachteten den großen Raubvogel mit Argwohn. Es war ungewöhnlich, dass ein Tier sich den oberirdischen Gebäuden so weit näherte.
Noch griffen sie nicht ein, obwohl es den ein oder anderen in den Fingern juckte, den Adler vom Himmel zu holen.
Überhaupt war das Team irritiert. Seit Tagen gab es keine Nachricht vom Boss. Prokojev war in die Vereinigten Staaten aufgebrochen und hatte das Kommando an Igor übergeben. Der Russe war schon lange in Ondraka und sollte Tristans Nachfolger werden. Seit der STS-Krieger zusammen mit den anderen Mitgliedern des Special-Teams spurlos verschwunden war, hatte Igor das Sagen. Der ehemalige Boxchampion war ein brutaler Verfechter von Diktatur. Die Männer unter ihm stöhnten, als sie erfuhren, dass er ihnen jetzt Befehle erteilen würde. Dagegen aufzubegehren kam ihnen jedoch nicht in den Sinn. Alle warteten darauf, dass Prokojev wiederkam.
»Das Vieh kreist ständig über uns! Es macht mich nervös«, knurrte der diensthabende Wächter seinem Kollegen zu.
»Mich auch, wenn der nicht bald verschwindet, schieße ich ihm ein Loch in die Flügel. Mal sehen, wie lange er sich dann noch oben halten kann.« Die beiden Männer lachten und klopften sich auf die Schenkel. Gegen ein wenig Abwechslung hätte keiner etwas einzuwenden.
Als über ihre Ohr-Komm-Verbindungen Igors barsche Stimme dröhnte, nahmen die Wächter automatisch eine stramme Haltung ein.
Gut. Die Wachablösung sollte in wenigen Minuten stattfinden und danach hieß es antreten zu einer Besprechung.
»Los! Wer von uns den blöden Geier am schnellsten runterholt!«
Schon legte der Wächter an, und bevor sein Kollege reagieren konnte, zog er den Abzug durch. Ein lautloser Laserstrahl traf Arrows rechte Schwinge. Ein Ruck ging durch den Körper des mächtigen Vogels und er kam ins Trudeln. Heftig mit den Flügeln schlagend kämpfte der Adler darum, die Höhe zu halten und drehte ab.
»Bist du irre?«, herrschte der Wächter den Schützen an. Dieser grinste, zuckte mit den Schultern und antwortete lapidar: »War doch nur ein kleiner Spaß!«
Die Wachablösung kam und die Männer verloren kein Wort über den Schuss auf den Adler. Inzwischen war er wohl längst irgendwo gelandet. Egal. War nur ein Tier. Wen kümmerte es schon, was mit ihm passierte?«

*

Jay zuckte zusammen und seine Hand fuhr an seine Brust. Genau an die Stelle, wo Arrow sonst saß. Jetzt war seine Haut nackt und unverziert. Der Adler war auf Erkundungstour. Doch irgendetwas stimmte nicht. Der Krieger spürte es, konnte es jedoch nicht beschreiben.
Tyron, der neben ihm saß, hob fragend eine Augenbraue.
»Was ist los?«
»Keine Ahnung. Ich habe ein ganz komisches Gefühl …«
Jay sprang auf. Er begann nervös umherzulaufen, bis Juno ihn anschnauzte: »Du machst mich ganz kirre!!! Kannst du dich nicht hinsetzen? Von deinem Herumgelaufe geht die Zeit auch nicht schneller vorüber.«
Jay antwortete nicht, blieb aber abrupt stehen und nur an seinem Blick war zu erkennen, wie besorgt und gleichzeitig wütend er war.
Valentin seufzte. Die ganze Situation war äußerst unbefriedigend. Zum Abwarten gezwungen, waren bei allen die Nerven ziemlich angespannt. Juno, die am liebsten einfach drauf losstürmen würde und alles niederstrecken, was sich ihr in den Weg stellte. Tyron, der darauf brannte, endlich das zu tun, wofür er geschaffen wurde – kämpfen! Jay, der sich anscheinend Sorgen um seinen Adler machte. Zu guter Letzt er selbst, Valentin. Der Krieger, der in jeder Situation einen kühlen Kopf bewahrte, aber diesmal große Zweifel hegte. Waren sie zu überstürzt aufgebrochen? Hatten die Freunde zu schnell verlassen? Was gäbe er jetzt darum, mit Thorn und Thunder einen wohl überlegten Plan zu schmieden und in Ruhe entscheiden zu können. Doch es half nichts. Sie waren hier, sie hatten nicht die Unterstützung ihrer amerikanischen Freunde, und sie mussten abwarten, bis Arrow zurückkam.
Gerade als er Juno bitten wollte, sich zurückzuhalten, sah er aus dem Augenwinkel, wie Jay zusammenfuhr, sich die Brust rieb und ein schmerzverzerrtes Gesicht machte.

HEROES Jägerherz – Hunter

LESEPROBE:

Stella kauerte hinter dem großen Getränkekühler in der Ecke der Küche. Wortfetzen drangen aus dem Gastraum zu ihr. Die eingeschüchterte Stimme ihrer Tante Donna war kaum zu verstehen, dafür um so mehr die der Schutzgelderpresser. Die junge Frau hatte Angst. Woche für Woche bekam sie mit, wie ihr Onkel Angelo erpresst wurde. Er und seine Frau führten das angesagteste italienische Restaurant in der Stadt. Filmstars gingen ebenso ein und aus, wie einflussreiche Politiker.
Das LA PICCOLA STELLA war jeden Abend brechend voll und ohne vier Wochen im Voraus zu reservieren, hatte man keine Chance einen Tisch zu bekommen.
Donna und Angelo Salazzo hatten sich mit dem Restaurant einen Traum erfüllt und sie arbeiteten hart dafür.
Heute war Ruhetag. Wie jeden Montag wurde gründlich geputzt und gewienert, umdekoriert und Großbestellung aufgegeben. Stella, die ihre Eltern bei einem Autounfall verloren hatte, und Tiermedizin studierte, arbeitete Teilzeit im LA PICCOLA STELLA. Das Restaurant war nach ihr benannt. Der kleine Stern.
Angelo und Donna hatten keine eigenen Kinder und kümmerten sich nach dem tragischen Tod ihrer Eltern rührend um die damals Sechzehnjährige.
Lautes italienisches Palaver war zu hören und dann kreischte Donna schrill.
Die junge Frau hielt den Atem an und zuckte zusammen, als zwei Schüsse fielen. Eine ganze Weile wagte sie nicht, sich zu bewegen. Gefühlte Stunden später, als die schweren Schritte verklungen und alles totenstill war, traute Stella sich hinter ihrem Versteck hervor. Sie atmete tief durch und versuchte ihr Zittern unter Kontrolle zu bekommen.
Vorsichtig setzte sie einen Schritt vor den anderen. Angstvoll schlug ihr Herz hart gegen die Rippen. War diesmal der Streit mit der Schutzgeldmafia eskaliert? Angelo wehrte sich schon so lange gegen diese Bande und musste letztendlich immer schweren Herzens viel Geld bezahlen, damit sein Restaurant und seine Familie verschont blieben.
Zähneknirschend schwor er sich jedes Mal, dagegen aufzubegehren. Donna bat ihn jedoch immer wieder, zu bezahlen. Sie hatte Angst vor dieser Mafia und litt sehr darunter, dass ihr Lebenswerk regelmäßig heimgesucht wurde.

Stella stieß die Tür zum Restaurant auf.
Als ihr Gehirn realisierte, was ihre Augen sofort erfassten, schlug sie sich die Hand vor den Mund, um nicht zu schreien.
Angelo und Donna lagen nebeneinander hinter dem Tresen. Blutverschmiert und mit verrenkten Gliedern. Ihre starren Augen blickten trüb ins Leere.
Die junge Frau rannte zur Toilette, um sich zu übergeben.
Während sie ihren Mageninhalt in die Schüssel entleerte, tropften dicke Tränen aus ihren Augen.
Nun war sie wirklich alleine. Onkel und Tante waren tot. Die beiden waren so herzlich gewesen und sie liebte sie so sehr. Jetzt hatte sie niemanden mehr.
Erschöpft sank sie auf den Fliesenboden und weinte.
*
Storm betätigte die Freisprechanlage in seinem schnittigen Camaro. »Kleines, was gibt es?«, fragte er. Da er gerade erst das Büro verlassen hatte, in dem Ivy noch ein bisschen Papierkram erledigen wollte, musste es etwas Dringendes sein, wenn sie ihn anpiepste.
»He Blondie! Gerade eben kam ein Notruf herein. Du weißt schon … über dieses schlaue Gerät, das uns die Gespräche von den Notsäulen ins Büro leitet.« Ihre Stimme klang ernst.
»Um was geht es denn?« Storm war ganz Ohr. Ivy würde ihn nicht wegen einer Lappalie kontaktieren. Der Computer, der die Notrufe bei den Cops aufzeichnete, war ein ausgeklügeltes System, das ihm und seiner Gefährtin schon mehr als einmal Anlass zum Handeln gegeben hatte.
»Schutzgelderpressung«, war Ivys knappe Antwort.
Das war interessant. Er forderte sie auf, ihm den Mitschnitt des Notrufs zu schicken und versprach ihr, sich sofort um die Details zu kümmern.
Seitdem er und seine Brüder keinen offiziellen Auftraggeber mehr hatten, war das Leben der Männer sehr ruhig geworden. Storm jedoch war ein Krieger. Geschaffen um zu kämpfen und keiner Gefahr aus dem Weg zu gehen. Zusammen mit Ivy, der kleinen Kriegerin aus der Zukunft, wollte er seinem Dasein einen Sinn geben und gründete einen Sicherheitsdienst. Der blonde Hüne besaß als einziger der Männer eine Identität und mietete ein Büro in der City an. Von dort aus bot er Schutzdienst, Gebäudebewachung und diverse andere Dienstleistungen an. Das Geschäft lief gut. Doch die wirklich interessanten Fälle waren die, für die es keinen offiziellen Auftrag gab. Überall da, wo die Cops versagten oder die Dringlichkeit eines Verbrechens schlichtweg unterschätzten, schlugen er und seine Brüder zu.
Gnadenlos hoben sie Drogendealer aus, richteten Kinderschänder und schützten hilflose Personen. Das war etwas, dass dem Leben der Krieger einen Sinn gab. Manch eine Schlagzeile in der Presse war den unbekannten Rächern gewidmet. Das Vermögen, das sie besaßen, ermöglichte es ihnen, im Namen der Gerechtigkeit zu operieren.
Während er den Wagen beschleunigte, tippten seine Finger eifrig auf der Tastatur des Monitors herum. Ja! Das war es, wofür er lebte. Schweinen wie dem chinesischen Mafia-Boss Chan Ko, oder dem Russen Prokojev das Handwerk zu legen, befriedigte ihn zutiefst. Dass er über ein paar außergewöhnliche Fähigkeiten verfügte, machte die ganze Sache natürlich um einiges leichter.
Ein warmes Gefühl machte sich in ihm breit, als er an seine Gefährtin dachte. Ivy gefunden zu haben war das Beste, was ihm passieren konnte. Er liebte diese Frau von ganzem Herzen. Sie hatte seine Zerrissenheit geheilt, den Dämon in seinem Inneren gezähmt und ihn zu einem glücklichen Mann gemacht.
Das große Anwesen kam in Sicht und er drosselte die Geschwindigkeit. Es war ein herrlicher Frühsommertag, und als das Tor aufschwang, sah er, dass Hunter im Garten mit den Kindern tobte.
Es war Leben ins Haus gekommen. Neben Hope waren zwei weitere Kinder geboren worden. Cara und Thorn hatten einen Sohn, dem die beiden in Gedenken an Rock den Namen Rocco gaben. Nur ein paar Monate später erblickte die kleine Maya das Licht der Welt. Thunder und Lilis Baby.
Thunder, der schwarze Riese, hütete seine Tochter wie seinen Augapfel, doch einem guten Kampf für Gerechtigkeit war er nie abgeneigt. Auch wenn er ein zärtlicher Gefährte und Vater war, wer ihn zum Gegner hatte, bekam ein Problem. Storms Partner in so vielen Einsätzen war immer noch ein Mann, den man gerne an seiner Seite wusste, wenn es brenzlig wurde.

Hunter grinste, als Rocco auf ihn zugelaufen kam. Einladend ging er in die Hocke und breitet seine Arme aus. Mit einem Juchzen rannte der Kleine ungelenk auf ihn zu und ließ sich in die starken Arme des Kriegers fallen.
Thorn und Cara sahen von der Terrasse aus zu und lächelten. Es war einfach wunderbar zu sehen, wie Hunter sich um die Kinder sorgte und mit ihnen umging.
»Ist es nicht ein Wunder?«, fragte Cara, während sie sich an Thorn schmiegte.
Der hochgewachsene Mann schlang die Arme um seine Gefährtin und antwortete: »Das ist es in der Tat! Sieh dir unseren Sohn an. Er ist ganz vernarrt in Hunter. Ich bin froh, dass er bei uns geblieben ist. Ich liebe diesen großen, starken Kerl.«
Cara wusste genau, was Thorn damit sagen wollte. Für ihn war Hunter die Reinkarnation seines Bruders und Kampfgefährten Rock, der auf tragische Weise ums Leben kam. Wenn es auch anfangs große Schwierigkeiten mit dem sibirischen Krieger gab, dank Jakes Entwicklung eines Frequenzumwandlers war er keine Gefahr mehr für die Kinder im Haus. Die Technologie machte es Hunter möglich die Geräusche zu ertragen, die ihn noch wenige Monate zuvor ausrasten ließen. Babygeschrei hatte ihm höllische Kopfschmerzen bereitet und bewirkt, dass er völlig von Sinnen war. Hope war dadurch in große Gefahr geraten.
Inzwischen aber waren bereits zwei Jahre vergangen und Hunter war zu einem Familienmitglied und Bruder geworden.