REBEL HEART Ragnar & Jaz (Der Fire Devils MC 4)

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Ab sofort ist der vierte Band der Fire Devils-Serie online.  Bis zum 1. März könnt ihr das eBook  bei Amazon zum Einführungspreis von 99 Cent erwerben (KU-Nutzer lesen wie immer kostenlos). Hier gibt es eine kleine Leseprobe:

1. Kapitel
»Der Pfad der Gerechten ist wie das Licht am Morgen.«
Altes Testament

Police Department, Dreamtown
Ragnar
Konnte ein Tag eigentlich beschissener anfangen?
Wütend stapfte ich die Treppen zum Police Department hinauf.
Kaum war der neue Sheriff in der Stadt, wollte er uns anscheinend zeigen, wer die dickeren Eier hatte.
Bis jetzt hatte ich diesen Norman Gordon noch nicht zu Gesicht bekommen, aber es war das dritte Mal in dieser Woche, dass einer von uns Devils antreten musste.
Diesmal hatte es mich erwischt, und dabei war gerade erst Mittwoch. Wenn man also davon ausging, dass er mindestens einmal an jedem Tag der Woche einen von uns in sein Büro bestellte, standen die Chancen gut, dass er in etwa zwei Wochen jeden Devil persönlich kannte. Zumindest wusste ich schon, was mich in etwa erwarten würde.

Meine Laune wurde auch nicht besser, als mich ein weiblicher Cop von oben bis unten musterte und mir dann hochnäsig zu verstehen gab, dass ich noch Platz nehmen sollte. Der Sheriff würde mich dann holen.
Ich hatte schon Abraham Tanner, Gordons Vorgänger, nicht sonderlich gemocht und versprach mir nicht viel vom neuen Sheriff.
Vielleicht lag es einfach an den Uniformen, die die Typen trugen.
Geschniegelt und gebügelt agierten sie die meiste Zeit als Sesselfurzer und die Drecksarbeit mussten immer die rangniedrigeren Cops erledigen.

Gelangweilt fläzte ich mich in den Stuhl und streckte meine langen Beine aus. Amüsiert malte ich mir aus, wie lustig es wäre, wenn einer dieser Lackaffen über meine Füße stolpern würde.
Im Police Department war nicht viel los. Dreamtown war ein beschauliches Städtchen, und die Kriminalitätsrate war ziemlich gering im Vergleich zu anderen Städten mit der gleichen Einwohnerzahl.

Die Tür zum Büro des Sheriffs ging auf und ich blickte auf.
Heraus trat eine junge Frau, die sofort meine Aufmerksamkeit erweckte.
Ihre Frisur war ein Hingucker. Während sie über dem linken Ohr ihren Schädel rasiert hatte, trug sie ihre blau und pink schillernden Haare auf die andere Seite frisiert und zu einem Zopf geflochten, der ihr über die rechte Schulter fiel.
Als sie sich umdrehte, erkannte ich ein Lippenpiercing und mehrere Ohrlöcher, in denen kleine silberne Ringe baumelten.
Wahrscheinlich hatte man sie beim illegalen Anschaffen auf dem Straßenstrich erwischt.
Sie schloss die Tür hinter sich und ging an mir vorbei, ohne über meine langen Beine zu stolpern.
Ich blickte ihr hinterher und bemerkte anerkennend den knackigen Hintern in der löchrigen schwarzen Jeans.
Ein bunter Batikbeutel hing über ihrer Schulter und baumelte an ihrer Hüfte.
Ich hatte sie hier noch nie gesehen. Vielleicht war sie neu zugezogen oder einfach nur auf der Durchreise.
Hätte ich jetzt nicht diesen völlig überflüssigen Termin beim Sheriff, würde ich sie vielleicht sogar ansprechen, weil mich ihre verrückte Erscheinung neugierig machte. Gerade als ich mit dem Gedanken spielte, ihr nachzugehen, ging die Tür auf und ein Mann, ich schätzte ihn auf Mitte fünfzig, trat heraus.
»Mr. Svennson?«
Ich nickte und sprang auf.
»Ich bin Sheriff Norman Gordon«, stellte er sich knapp vor, vermied es aber, mir die Hand zu geben. Auch gut. Ich mochte Körperkontakt mit Menschen, die mir nichts bedeuteten, sowieso nicht.
Er deutete mir an einzutreten und schloss die Tür hinter uns.
»Bitte nehmen Sie Platz.«
Der Stuhl, auf den ich mich setzte, ächzte unter meinem Gewicht.
Neugierig starrte ich ihn an. Ich hatte nicht vor, irgendetwas zu sagen, bevor er es tat.

»Wahrscheinlich fragen Sie sich, weshalb ich Sie hergebeten habe«, begann er.
Ich verschränkte die Arme und wartete auf eine Erklärung.
»Nun, mein Vorgänger, Abraham Tanner, hat, wie mir zu Ohren gekommen ist, einige Geschäfte, sagen wir mal – gebilligt. Ich werde das nicht tun. Um es gleich vorab klarzustellen.«

Häh? Ich wurde nicht ganz schlau daraus, was er meinte. Sicherheitshalber schwieg ich weiter und musterte ihn stattdessen eingehend.
Er trug sein grau meliertes Haar militärisch kurz geschnitten und überhaupt sah er ziemlich steif aus. Die Uniform saß perfekt und ich konnte mich des Eindrucks nicht erwehren, dass hier ein Hüter von Recht und Ordnung vor mir saß, mit dem nicht zu spaßen war.
»Sie gehören zum ortsansässigen Rockerclub Fire Devils, richtig?«
Witzbold. Schließlich prangte auf meiner Kutte unübersehbar das Colour des MCs. Erwartete er jetzt wirklich eine Antwort von mir?
Anscheinend, denn er sah mich fragend an.
»Richtig. Ich bin Sergeant at Arms«, sagte ich schließlich.
»Was bedeutet?«, hakte er nach.
Ich war mir ziemlich sicher, dass er genau wusste, was ein Sergeant at Arms zu tun hatte, und verdreht genervt die Augen.
»Hören Sie, Sheriff. Sie haben in den letzten drei Tagen drei Männer meines Clubs antreten lassen, und jetzt wollen Sie mir weismachen, dass Sie nichts über meine Stellung im Club wissen?«

Zu meiner Überraschung lächelte er. Aber nur ganz kurz, sodass ich fast dachte, ich hätte mich getäuscht.
»Sie haben recht, Mr. Svennson. Natürlich weiß ich es längst. Ich habe in Nevada in einem Sonderermittlerteam für Bandenkriminalität gearbeitet. Die Rangordnung eines MCs ist mir also vertraut.
»Moment!«, warf ich ein, denn jetzt nahm das Gespräch eine Richtung an, die ich nicht tolerieren wollte. »Ein MC hat nicht zwangsläufig einen kriminellen Hintergrund.«

Gordon beugte sich vor und starrte mich aus seinen blaugrauen Augen an.
»Nicht immer. Aber meistens schon«, antwortete er.
»Was wollen Sie von mir?«, fragte ich genervt. Mir war bewusst, dass es Menschen gab, die einen Kuttenträger schon deshalb verurteilten, weil er die Farben seines Clubs trug und ein Motorrad fuhr. Was der Sheriff jedoch andeutete, ging mir gewaltig auf den Sack.

Gordons Gesicht nahm einen harten Ausdruck an. Er erinnerte mich an die Mimik, die Navy manchmal zur Schau trug. Unerbittlich und grimmig.
Er deutete mit zwei Fingern seiner Hand auf seine Augen, dann auf mich.
»Ich werde Sie und Ihren Club im Auge behalten.«

Ich stand auf. Was für ein Arsch. Glaubte er, ich hatte jetzt Angst vor ihm?
»Da bin ich aber froh, Mr. Gordon. Dann können meine Jungs und ich ja ganz beruhigt sein und endlich ruhig schlafen«, sagte ich, und den Sarkasmus in meiner Stimme konnte er unmöglich überhört haben.
Er ließ mich unbehelligt gehen.
Draußen kniff ich die Augen zusammen. Die Sonne blendete mich.
Während ich mir eine Zigarette aus der fast leeren Packung schüttelte, dachte ich über den neuen Sheriff nach.
Glaubt er tatsächlich, uns einschüchtern zu können, wenn er uns so kam?
Ich machte ein paar hastige Züge und schnippte dann die Kippe auf die Straße.
Hätte Gordon das gesehen, hätte er mich wahrscheinlich gleich in U-Haft gesteckt …
Bei meiner Harley angekommen, sah ich aus dem Augenwinkel die Hippie-Tussi. Sie saß auf einem Betonpfeiler, der zur Abgrenzung der Parkplätze vor dem Department diente.
Interessiert beobachtete ich, was sie tat. Irgendetwas an ihr weckte meine Neugierde. Vielleicht weil sie so eine schillernde Erscheinung war, die man nicht jeden Tag in Dreamtown zu sehen bekam.
Sie schien einfach nur dazusitzen, hatte die Augen geschlossen und streckte ihr Gesicht in die Sonne.
Als hätte sie meine Blicke gespürt, öffnete sie die Augen und sah mich geradewegs an.
Ich fühlte mich ertappt.
Fuck, plötzlich kam ich mir vor wie ein Spanner.

»Hi«, rief sie mir zu und grinste mich frech an.
Ich nickte ihr lediglich zu und schwang mich auf den Sattel meiner Maschine.
Plötzlich kam mir die Gelegenheit, sie anzusprechen, nicht mehr so reizvoll vor. Wahrscheinlich würde ich sie sowieso nie wieder sehen.
Der satte, unverwechselbare Klang meines Babys war Musik in meinen Ohren.
Ich bemerkte, dass sie mich beobachtete, als ich meinen Helm aufsetzte und schließlich auf die Straße einscherte.

Heute war ich dran, Amy aus der Vorschule zu holen, also musste ich mich sputen. Auch wenn die Kleine liebend gerne auf meiner Harley mitgefahren wäre, Blood würde mich umbringen, wenn ich sie damit nach Hause bringen würde.
Also fuhr ich ins Clubhaus und stieg in den Jeep um.
Mein Bruder und V. P. der Devils, Blood, hatte uns ziemlich überrascht mit der neuen ›Familiennummer‹. Bisher war er weder der große Kinderfreund noch der Mann für eine feste Beziehung gewesen. Als die dunkelhäutige Angel Jordan in sein Leben trat, änderte sich das allerdings. Ich grinste vor mich hin. Lange vor ihm hatte ich gewusst, dass diese Frau meinen Freund zähmen würde. Aber wenn ich eine Andeutung darüber machte, wurde er beinahe aggressiv und bot mir eine Abreibung an.

Ich lenkte den Wagen zur William Anderson Vorschule und reihte mich in die Schlange der Wartenden ein.
An die abfälligen Blicke der anderen Eltern hatten meine Brüder und ich uns gewöhnt.
Wenn diese ›Möchtegern-Elitefamilien‹ wüssten, dass es unter den hochrangigen Bürgern unserer hübschen Stadt mehr Abschaum gab als in den einfachen Arbeiterfamilien, wären sie sicher überrascht.
Genau das war nämlich der Grund, weshalb Angels Tochter in diese Vorschule ging und stets von einem von uns abgeholt wurde.
Morgens übernahm diesen Part immer Blood selbst. Nachmittags wechselten wir uns ab.

Während ich wartete, gingen mir die Ereignisse der letzten Wochen durch den Kopf.
Iron, unser Pres, war immer noch mit seiner Ol’ Lady in Irland, wo sie als Zeugin in einem großen Prozess gegen ihren Ex-Verlobten aussagen musste. Wenn sie nicht bei Gericht waren, erkundeten sie die Insel, auf der Enya aufgewachsen war.
Sollten sie ruhig. In Dreamtown war zwar viel passiert seit ihrer Abreise, doch Blood hatte alles im Griff.

Frisco, unser Bruder aus dem Chapter in Sacramento, hatte hier Wurzeln geschlagen und überlegte, zu uns überzuwechseln. Der lässige Kerl mit dem Rauschebart würde gut zu uns passen und deshalb nahm ich an, dass früher oder später die Abstimmung über seine Aufnahme positiv ausging.
Der Schulgong ertönte und ich stieg aus. Gleich würde die kleine Amy über den Vorhof laufen und sich suchend umblicken.
Unweit von mir unterhielten sich zwei topgestylte Frauen und sahen immer wieder verstohlen zu mir herüber.
»Unmöglich! … Diese Frisur … ständig irgendwelche anderen … und dann die Kleidung … passen überhaupt nicht hierher.«
Natürlich, sie redeten über mich und meine Kumpels.
Spießer! Sollten sie ruhig glauben, dass Anzugträger bessere Kerle waren. Wenn sie wüssten …
Ich drehte mich zu ihnen um und setzte zu einem breiten Grinsen an. Abrupt unterbrachen sie ihr Gespräch und sahen mich argwöhnisch an.
Genau in dem Moment, als ich überlegte, ob ich etwas echt Nettes über ihre Botox-gepushten Lippen sagen sollte, kam Amy angelaufen.
»Hallo, Wickie!«, rief sie mir schon von Weitem freudestrahlend zu.
Ein Seufzen entwich mir. Die Kleine hatte einen Narren an mir gefressen, und wenn sie nicht an Blood hing wie eine Klette, hielt sie sich an mich. Der Spitzname, den sie mir verpasst hatte, belustigte alle, und gerade in diesem Augenblick machte er das Bild des bösen Bikers total zunichte.
Ich begrüßte sie mit Getto-Faust – das liebte sie – und hielt ihr dann die Wagentür auf.
»Bloß schnell weg hier«, zwinkerte ich ihr zu. »Diese beiden Tussis sind der Meinung, dass Kerle wie ich hier nichts zu suchen haben.«

Alles von Susan B. Hunt.

Liebe, die nicht nach Hautfarbe, Herkunft oder Geschlecht fragt.
Liebe, die ihren Weg findet.
Liebe, die alles erträgt.
Liebe, die stark macht.

Obwohl durchaus actiongeladen, manchmal grausam und voller Hindernisse – bei mir findet die Liebe immer ihren Weg. In jedem meiner Bücher geht es darum. Um dieses starke Gefühl, das uns himmelhoch jauchzen lässt oder zu Tode betrübt. Das aus Freunden Feinde macht, oder aus Fremden Liebende.

Für alle, die auf der Suche nach Lesestoff sind.

Heroes Herzkönigin – Juno

cover

Juno die schöne Kriegerin hat nun auch ihre eigenen Geschichte bekommen.
Sie ist allerdings etwas anders, als viele erwartet haben.
Juno, die immer noch um Tristan trauert, glaubt, nie wieder einen Menschen so lieben zu können, wie den Krieger mit den Eisaugen. Doch Tristan hat den Tod gewählt.
Sie ist wütend, traurig und bleibt hilflos mit gebrochenem Herzen zurück.
Doch das Schicksal schickt ihr jemanden, der ganz überraschend ihr Herz berührt. Juno will es nicht wahrhaben und versucht zuerst, es zu ignorieren …
„WENN DAS SCHICKSAL EINEM DEN SEELENEFÄHRTEN PRÄSENTIERTE, WAR ES SINNLOS DAVOR ZU FLÜCHTEN“ (Kapitel 7)
Wer sich auf diese Geschichte einlässt, wird überrascht sein 😉