Der Moment, wenn die Stimme in deinem Kopf Schwierigkeiten macht …

Was machte eine Autorin, der einer ihrer Protagonisten einen Satz vor den Latz knallt, der plötzlich alles zum Stillstand bringt.
Sprichwörtlich!!!
Die Finger, die eben noch über die Tasten geflogen sind, verharren plötzlich in der Luft und man denkt:
SCHEISSE.
Die Uhr an der Wand tickt, der Mund steht offen.
Ich bin dann ja schon mal versucht, den Kopf auf die Tischplatte zu knallen…
Nicht gut!
Das macht hässliche Kopfschmerzen.
Was jetzt???
Es gibt genau zwei Möglichkeiten.
1. Man betätigt schnellstens die „löschen“ Taste, watscht seinen vorlauten Prota gehörig ab und verbannt ihn in die „stille Ecke“.
Wenn man Glück hat, verhält er sich ruhig, bis man das Schlamassel beseitigt hat. Pech ist, wenn er lautstark weitermault und „Feigling“ schreit.
2. Man stellt sich der Herausforderung.
Bittet um Hilfe.
Zu sehen, wie viel Anteil die Leser nehmen, lässt die Panik ein wenig abflauen und das Ganze weniger dramatisch erscheinen. Manchmal braucht man einfach jemanden, der einem auf die Sprünge hilft. Es reicht ja schon ein kleiner Stupser in eine andere Richtung und schon flutscht es wieder 😉
Denn!!! Alle sterben zu lassen ist keine Option, löschen ist nur eine halbherzige Lösung.
Ich liebe Herausforderungen, denn manchmal lenken sie alles in eine ganz neue Richtung und bereichern das gesamte Projekt.
In diesem Sinne:
Ein fettes DANKESCHÖN an alle meine Leser, dass ihr mich gerne mal an eurem Wissen und eurer Fantasie teilhaben lasst.

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Donnergrollen – Tyron

Juno setzte Ty vor dem Gebäude der Gärtnerei ab. Die Sicherheitsfirma, die sie aufsuchen wollte, lag im Zentrum der Stadt, während Tyrons Ziel noch in einem Vorort Moskaus lag. Später wollten sie sich wieder treffen.
Der Krieger betrat die Gärtnerei durch ein gewaltiges Gewächshaus, in dem ihm schwülwarme Luft entgegenschlug. Zwischen allerlei exotischen Pflanzen, die auf Tischen standen und in Blumenampeln an Querstangen herunterhingen, stand er eine Weile da und wartete. Außer Vogelgezwitscher, das aus großen Käfigen kam, war nichts zu hören. Eine bunte Vogelschar tummelte sich darin. Ty musste zugeben, dieses Glashaus verströmte eine ganz besondere Atmosphäre. Langsam schlängelte er sich einen schmalen Gang entlang und sah sich aufmerksam um.
Ein leises Knurren stoppte ihn. Vor einer Tür, die scheinbar nach draußen führte, lag auf einer alten Decke ein Hund, der ihn warnend ansah. Ganz langsam erhob er sich und fletschte bedrohlich die Zähne.
»He, Kumpel. Wer wird denn hier gleich so aggressiv sein?« Tyron sprach mit beruhigender Stimme auf das Tier ein und trat näher. Eine Hand ausgestreckt und ohne Hast ging er weiter auf das Tier zu.

»Das würde ich nicht tun!«, rief eine Stimme hinter ihm.
Er drehte sich um und sah eine junge Frau auf sich zukommen. Sie war in einen grünen Overall gekleidet, der ihr viel zu groß war. Er ließ nichts von ihrer Figur darunter erahnen. Ihre Hände starrten vor Dreck, und sogar in ihrem Gesicht hatte sie Erde verschmiert.
Er grinste schelmisch. Was er sah, gefiel ihm. Keine Schicki-Micki-Tussi, sondern eine Frau, der Dreck unter den Fingernägeln nichts auszumachen schien.
»Haben Sie Angst um mich, oder um Ihren Hund?«, fragte er spitzbübisch.
»Wohl eher um Sie«, gab sie trocken zur Antwort. »Shy mag Männer nicht besonders. Und da sie eine enorme Bisskraft hat, ist es wohl besser, Sie kommen ihr nicht zu nahe.«
»Shy? Ein ungewöhnlicher Name für einen Hund. Schüchtern sieht sie mir nicht aus«, sagte Tyron in leichtem Plauderton.
Die junge Frau schnaubte. »Ihr vollständiger Name ist Shyhama Inisha Toranga. Sie ist ein …«
»Tosa Inu«, fiel er ihr ins Wort. »Ein japanischer Kampfhund. Eine der seltensten Rassen der Welt.«

Jetzt wurden ihre Augen groß und sie zog ihre Nase kraus, was ihre Sommersprossen, die sie zuhauf im Gesicht hatte, lustig tanzen ließ. »Woher …?«
»Woher ich das weiß?«, beendete er ihre Frage.
Er amüsierte sich gerade köstlich, denn sie schien ziemlich überrascht zu sein über sein Wissen. Innerlich grinste er. Die hübsche Frau vor ihm hatte anscheinend Mühe, ihre Neugierde unter Kontrolle zu halten.
Schließlich nickte sie und wartete gespannt auf seine Antwort.
Die Hündin hatte sich inzwischen wieder auf ihrem Platz niedergelassen und folgt aufmerksam ihrer Unterhaltung.
Tyron konnte die junge Frau aufklären, doch zuerst wollte er wissen, mit wem er es zu tun hatte.
Freundlich hielt er ihr seine Hand hin. »Ich bin Tyron«, stellte er sich vor.
Zögernd griff sie danach und schien zu überlegen, ob sie ihm ihren Namen nennen sollte.
»Zoe«, kam es dann kurz und knapp.
Sie war so süß! Ihr rotblondes Haar hatte sie zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden und fransige Ponysträhnen hingen ihr wirr in die Stirn. Hellgrüne strahlende Augen sahen ihn forschend an und tausende von Sommersprossen zierten ihr Gesicht. Aber nicht nur dort, bemerkte er belustigt. Auch an ihren Armen zeigten sich Unmengen der kleinen Punkte.
»Ich warte …!«, erinnerte sie ihn daran, dass er ihr noch eine Antwort schuldig war.
»Ein Freund von mir hatte einen Cane Corso. Einen italienischen Hund. Diese Rasse ist auch relativ selten. Leider kannte ich Caio nicht persönlich. Doch er muss ein Traumhund gewesen sein.« Ty zuckte mit den Schultern. »Ich habe mich einfach ein wenig informiert, weil es mich interessiert hat. Dabei bin ich auch auf die Tosa Inu gestoßen.«
Zoe sah ihn ein wenig skeptisch an. Sollte sie ihm das glauben? Andererseits, warum sollte er sie anlügen?
Sie beschloss vorsichtig zu bleiben, auch wenn ihr der Typ gefiel. Sein Lächeln war ansteckend. Seine Haut hatte die Farbe von Milchkaffee und das Haar war wirklich freakig. Viele bunte Zöpfchen rahmten sein attraktives Gesicht ein.
»Caio? War das der Name des Hundes?«, fragte sie, um die Stille zu unterbrechen.
Tyron nickte. »Wahrscheinlich hatte er auch einen unaussprechlichen Namen, der aus mehreren Wörtern besteht. Storm hatte ihn zumindest Caio getauft. Ist glaube ich italienisch.«
Zoe rieb sich die Hände an ihrem Overall ab und fragte dann: »Warum bist du hier? Kann ich dir irgendwie helfen?«
Da war es wieder. Dieses Misstrauen, das Ty von Anfang an gespürt hatte. Gab es einen Grund, weshalb sie Fremden gegenüber misstrauisch war, oder war sie es generell?
»Oh. Das hätte ich glatt vergessen. Entschuldigung. Ich möchte mit dem Chef sprechen. Es geht um einen Auftrag«, beeilte sich Tyron zu erklären.
»Du stehst vor ihm!«, sagte sie trocken.
Jetzt war er wirklich überrascht. Mit einer Chefin hatte er nicht gerechnet. Natürlich hatte er kein Problem damit, im Gegenteil. Das hieß also, er musste mit ihr verhandeln – irgendwie gefiel ihm die Vorstellung.
»Ein Auftrag?«, fragte sie, nachdem sie sein überraschtes Gesicht spöttisch belächelt hatte.
Ty nickte und erklärte ihr, um was es ging. Es gefiel ihm, dass sie sofort professionell bei der Sache war. Sie vereinbarten einen Termin, an dem Zoe sich das Gelände ansehen wollte, und verabschiedeten sich mit Handschlag.
Als er die Gärtnerei verließ, freute er sich auf ein Wiedersehen.
Juno hatte ihm eine Nachricht geschickt. Sie hatte ihren Auftrag schneller als gedacht erledigen können und würde ihn in wenigen Minuten abholen.
Während er auf sie wartete, sah er sich noch ein wenig um. Der Zaun, der die Anlage umfasste, war mit Efeu bewachsen, aber an einigen Stellen konnte man hindurchsehen. Tyron betrachtete zwei junge Männer, die dabei waren einen großen Teich zu reinigen.
Er überlegte, ob einer der beiden Zoes Partner war.
Aber was ging ihn das eigentlich an?
»Was grinst du so vor dich hin?«, fragte Juno, als er einstieg.
»Ich? Ach, nur so«, antwortete er schnell und bemühte sich, das Gesicht aus seinem Kopf zu bekommen, das ihm ständig darin herumspukte. Viele tanzende Sommersprossen auf einer süßen Stupsnase …

Wenn Geschichten flügge werden …

Eine neue Geschichte in die Welt hinaus zu lassen ist immer eine spannende Sache. Freude und Angst halten sich an der Hand.
Erleichterung und Freude, einen Abschluss gefunden zu haben, Traurigkeit, loszulassen, Angst vor den Reaktionen meiner Leser.
Wie wird sie draußen aufgenommen?
Wer wird ihr ein Zuhause geben?
Wird sie angenommen, wie sie ist, oder erfährt sie Häme und Spott?

Stunden, Tage, Wochenlang habe ich sie gehegt und gepflegt. Versucht ihr Leben einzuhauchen, sie spannend zu erzählen. An manchen Tagen kämpfe ich um jedes Wort. An anderen kann ich gar nicht schnell genug tippen …
Aber immer, wirklich immer steckt mein ganzes Herzblut darin. Ich ertappe mich oft dabei, wie ich manchmal gar nicht richtig zuhöre, wenn mir jemand etwas erzählt. Ich bin dann auf einem anderen Planeten, in einer anderen Stadt, in einer Geschichte.
Und dann kommt der Zeitpunkt, da will sie hinaus in die weite Welt.
Will unterhalten.
Dann heißt es loslassen und hoffen, dass es mir zumindest ansatzweise gelungen ist, meine Leser ein paar Stunden zu verführen.
Auch wenn es Tage gibt, da flüstert mit ein kleines Teufelchen zu: „Du bist nicht gut genug, um zu schreiben.“
Dann kommt ein Lichtblick in Form einer Nachricht.
Manchmal schreiben mir meine Leser, wie wunderbar sie sich unterhalten haben. Wie sie ihre Sorgen für ein paar Stunden vergessen konnten und bedanken sich bei mir.
Das sind die Highlights für mich. Dann schniefe ich, wisch mir ein paar Freudentränchen weg und tanze lachend durch die Küche.
Genau das möchte ich mit meinen Geschichten erreichen.
Sie müssen raus, wollen mit aller Macht geschrieben werden. Ich werde es weiter tun.

Wenn es mir gelungen ist, mit einer neuen Geschichte auch nur einen Menschen glücklich zu machen, dann bin ich auch glücklich.

Ich bin ein Feigling …

… da erwische ich mich doch glatt dabei, wie ich mich um eine Szene herumschleiche.
Nein! Es hat nichts damit zu tun, dass ich jetzt Oma bin 😉 und keine Gewaltszenen mehr schreiben will. Es ist ja schon bekannt, dass ich mit Blut, Tod und Folter nicht zimperlich bin. Eine Leserin hat in ihrer Rezension geschrieben: Den Film dazu könnte ich mir nicht anschauen, aber das Buch ist super.
Hat sie damit gemeint, es wäre ihr zu grausam??? Keine Ahnung.
Wie dem auch sei. Mein EVERSUN – Projekt verlangt nach einem Kampf und er wird blutig und grausam sein. Ich weiß, ich komme nicht darum herum, aber ich bringe es gerade einfach nicht über mich, endlich die Waffen in die Hand zu nehmen und zu kämpfen.
So langsam werde ich hibbelig weil ich wirklich daran arbeiten will!!!
Oder doch erst mit Valentins Geschichte weiterschreiben, die immerhin schon teilweise auf meinem PC schlummert???
Disziplin ist nicht gerade meine Stärke – ich gestehe.
Wie auch immer. Ich werde euch wissen lassen, wie der Kampf um die Kuppelstadt ausgeht – früher oder später, denn Kato hat es verdient, dass seine Geschichte zu Ende erzählt wird. Noch dazu, weil bereits ein wunderschönes Cover darauf wartet dass die Wörter darin verpackt werden und in die Welt hinaus geschickt werden.
Ich glaube ich geh dann mal … kämpfen!!!

Herzkönigin – Juno

Fasziniert sah Juno der Ärztin zu, wie sie den alten Mann untersuchte. Irgendwie erinnerte die Prozedur an Lili.
Dr. Chandler legte ihre Hände auf den Rücken des Mannes und es schien, als lauschte sie einer unhörbaren Stimme.
Rose Chandler war eine überaus attraktive Frau, weshalb die Vermutung nahelag, dass der Milliardär sie nicht nur im medizinischen Bereich beschäftigte.
Juno traute sich nicht die Ärztin zu fragen, ob es einen Beziehungsstatus gab, der über die Arbeit hinausging. Es konnte ihr ja eigentlich auch völlig egal sein, doch neugierig war sie trotzdem.
Der alte Mann hustete und rang nach Luft. Rose sprach beruhigend auf ihn ein und er schien sich zu entspannen.
Die Kriegerin und die Ärztin waren dabei, die Routine aufrechtzuerhalten. Noch ahnten die Ondraker nicht, dass sie schrittweise entwöhnt werden sollten. Umso wichtiger erschien es, die tägliche Visite beizubehalten. Valentin hatte verlangt, dass Rose nie alleine unterwegs war. Einer von ihnen sollte sie immer begleiten.
In der 1. Ebene war alles in Ordnung. Wie jeden Tag gingen die Männer und Frauen ihrer Arbeit nach. Sie wussten, was zu tun war, und der monotone Arbeits- und Tagesablauf schien die Menschen nicht zu stören. Im Gegenteil. Das kannten sie und es gab ihnen Sicherheit. Juno fragte sich zum hundertsten Mal, wie sie wohl reagieren würden, wenn Peace nicht mehr ihr gesamtes Denken und Handeln bestimmte.
Rose stellte ihren Koffer auf den Tisch und kramte darin herum. Nach einigem Suchen zog sie ein Fläschchen heraus und gab es dem Mann. »Dreimal täglich zehn Tropfen. Das wird ihnen guttun und sie bekommen wieder besser Luft.«
Der Alte nickte zögernd und steckte das Medikament in die Tasche seines Kittels.
Als die beiden Frauen weitergingen flüsterte Rose Juno zu: »Ich bin mir nicht sicher, ob er das tun wird, was ich ihm gesagt habe. Die Leute sind furchtbar stur. Oder ihnen ist einfach alles egal.« Seufzend zuckte sie mit den Schultern.
»Wie kommst du überhaupt hierher?«, platzte Juno heraus, während sie erneut auf das Transportband stiegen.
Rose strich sich ihre langen Haare hinter die Ohren und lächelte. »Endlich jemand, der mich direkt darauf anspricht. Weißt du, mir ist klar, dass ihr tausend Fragen habt, was mich betrifft. Aber keiner traut sich, es geradeheraus zu sagen.«
»Na dann bin ich gespannt auf deine Antwort«, gab Juno lächelnd zurück.
»Meine Mutter ist Russin, mein Vater Amerikaner. Daher auch der amerikanische Nachname. Entschuldige, dass ich so weit aushole …«
»Nein ist schon gut. Deinem Namen nach hätte ich dich auch eher für eine Amerikanerin gehalten.«
Rose sah unglücklich aus, als sie weitersprach. »Mein Dad ist Opfer der russischen Mafia geworden. Er war als Special-Agent hier im Einsatz, als er sich in meine Mutter verliebte. Sie tanzte an der russischen Staatsoper als Ballerina!«
Fasziniert lauschte Juno der Stimme der Ärztin. Der traurige Unterton blieb, als Rose weitersprach. »Mein Traum war schon immer Medizin zu studieren. Solange mein Dad lebte, konnte ich das auch ohne Probleme tun. Doch als er vor drei Jahren starb, hätte ich fast das Studium schmeißen müssen. Dann lernte meine Mutter Prokojev kennen. Du weißt, dass er viel Zeit in Moskau verbrachte oder?«, fragte sie.
Juno wusste es. Immer wieder verschwand er für ein paar Tage, um in seiner Wohnung in Moskau Geschäftspartner zu treffen.
Rose erwartete keine Antwort, sondern fuhr fort. Den Blick starr geradeaus gerichtet, als spräche sie mit sich selbst.
»Alexej bot mir an, wenn ich mein Studium beende, besorgt er mir einen Job an der Universität. Wenn ich meine Facharbeit geschrieben hätte, könnte ich bei ihm arbeiten.«
Sie sah Juno eindringlich an. »Du musst mir glauben, ich wusste damals nichts von Ondraka!«
Die Kriegerin schluckte. Oh ja, sie konnte sich gut vorstellen, dass Alexej die junge Frau geködert hatte, ohne ihr die Wahrheit über Ondraka zu erzählen.
»Ich glaube dir«, sagte sie schlicht. Und das tat sie wirklich. Rose wurde ihr immer sympathischer. Außerdem schien sie einen guten Draht zu den Ondrakern zu haben. Professionell und doch herzlich ging sie mit ihnen um. Sie schien tatsächlich ein guter Mensch zu sein.
Trotzdem konnte sich Juno des Gedankens nicht erwehren, dass es noch einen anderen Grund dafür gab, dass Rose hier in Ondraka arbeitete. Fast hatte sie das Gefühl, als wäre die Ärztin vor etwas geflüchtet.
Die beiden Frauen beendeten ihren Rundgang und außer ein paar kleineren Verletzungen, die Rose behandelte, gab es nicht viel zu tun.
Im Labor sortierte Rose ihren Arztkoffer und füllte ihn neu auf.
»Du und Valentin … seid ihr ein Paar?«, fragte sie fast beiläufig.
Juno fuhr herum. Starrte lange die Frau an und räusperte sich schließlich, bevor sie antwortete. »Nein! Wir sind ein Team. Freunde. Aber keine Gefährten.«
Rose horchte auf. Irgendetwas in Junos Stimme hatte sie alarmiert. War die schöne Kriegerin etwa in Valentin verliebt und er erwiderte ihre Liebe nicht?
Junos ganze Haltung schien ihr plötzlich abwehrend. Gab es etwas, das sie schmerzte?
Rose beschloss, es herauszufinden und riskierte eine weitere Frage. »Gefährten? So nennt ihr eure Partner oder?«
Juno nickte.
»Ja«, antwortete sie knapp.
»Es ist wohl etwas Besonderes für euch Krieger, seinen Gefährten zu finden?«
Die Augen der Kriegerin wirkten kurz verträumt, dann waren sie sofort wieder klar, als sie antwortete: »Das ist es! Wenn einer von uns seinen Seelengefährten gefunden hat, spürt er ihn in seinem Blut. Wir wissen es einfach, dass er der Partner fürs Leben ist.«
Das hörte sich wunderschön an. Rose wünschte sich auch, das Schicksal würde ihr jemanden schenken, bei dem sie ganz sicher war, den Partner für die Ewigkeit gefunden zu haben. Sie seufzte. »Hast du einen Gefährten?«, fragte sie leise.
»Nein!« Junos Stimme klang hart und viel zu schnell kam

Auf ein fantastisches 2015

Ich hoffe ihr seid alle unfallfrei ins neue Jahr gerutscht.
Euch und euren Lieben wünsche ich für 2015 viel Glück, Gesundheit und vor allem Zeit für das, was ihr liebt ❤
Trennt euch von dem, was euch runterzieht und genießt das, was euch gut tut.

Habt ihr euch irgendetwas vorgenommen??? Anscheinend gibt es Menschen, die einen Jahreswechsel brauchen, um sich irgendetwas vorzunehmen, das sie dann sowieso nicht einhalten …
Also ich werde NICHT aufhören zu rauchen 😉 und schon GAR NICHT aufhören zu schreiben.
In diesem Jahr wird es zwei weitere Kurzgeschichte rund um die Welt der Heroes geben. Tyron steht quasi schon in den Startlöchern und Valentin soll auch nicht mehr lange ohne Seelengefährtin bleiben.

Kato, mein Sunwalker, der den Planeten EVERSUN retten muss, wartet ungeduldig darauf, dass ich seine Geschichte endlich fertig erzähle. Ein wunderbares Cover dazu gibt es schon!
Ich hoffe, ihn euch im Frühjahr präsentieren zu können.
Vielen Dank, dass ihr mich so zahlreich in 2014 begleitet habt.

Alles Liebe eure Susan